Einkommensinvestoren-Podcast

Einkommensinvestoren-Podcast

Der Podcast für Dividenden-Sofortrentner und solche die es werden wollen

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:00: Was haben Kernreaktoren und Wertpapierportfolios gemeinsam?

00:00:04: Beide werden meist nicht durch einen kleinen Fehler zerstört, sondern durch eine serie logisch wirkende Entscheidung.

00:00:12: Und damit herzlich willkommen zum Einkommensinvestorung Podcast der Podcast für Dividenden-Sofortrentner und solche die es wert wollen!

00:00:21: Mein Name ist Lums Potzos.

00:00:22: ich betreibe den Finanzblock nur Bares und Stars.de rund um das Thema Inkant Investing und ausschüttungsstarke Geldanlagen.

00:00:33: Und in der seventy-sichthendiebteilfolge, da möchte ich auf die Chernobyl Falle eingehen, die ausnahmslos jeden Anleger betrifft.

00:00:44: Und am Schluss gibt es dann natürlich auch noch den Hochdividendenwert des Monatsaus aktuellem Anlass.

00:00:51: eine Premiere, denn Ich stelle nochmal einen alten Bekannten vor also ein Hochdivident wird des Monats, den ich vor drei Jahre bereits einmal präsentiert habe.

00:01:06: Vor vierzig Jahren, genau am sechsohnzwanzigsten April, da explodierte im Block V das Kernkraftwerks Chernobyl der Kernwerk-Tor und verursachte den bis heute schwersten Unfall in die Geschichte der friedlichen Nutzung der Kernenergie.

00:01:25: Und die geläufige Erklärung dafür lautet technische Mängel und menschliches Versagen.

00:01:33: Also veraltete Technik, ein paar Bedienfehler hier und da und einige Fehlentscheidungen.

00:01:41: Schaut man sich aber die Abläufe der Chernobyl-Katastrophe nochmal genauer an, ergibt sich ein wesentlich unangenehmeres Bild.

00:01:50: Es gab nämlich gar keinen einzigen Moment in dem jemand aus Versehen falsch gehandelt hätte, so wie Homer Simpson in den berühmten Kartons, jede einzelne Entscheidung die war tatsächlich gewollt gut begründet und aus Sicht der Beteiligten in dem jeweilingen Moment sogar richtig.

00:02:11: Die Abfolge der Ereignisse lässt sich schematisch auf sieben Schritte runterbrechen nämlich erstens es wurde ein Ziel festgelegt in dem Fall eben einen Leistungstest durchführen.

00:02:25: während Das Test trat dann eine Störung auf, ein Leistungseinbruch.

00:02:31: Es gab Eingriffe zur Korrektur als dritten Schritt.

00:02:36: Dadurch wurde viertens das System unerwartet instabiler.

00:02:40: es folgten fünftens noch mehr Eingriffen die dann sechstens im Kontrollverlust und dann siebens in der Katastrophe mündeten.

00:02:49: Und dieser Gau entstand eben keineswegs plötzlich sondern eben durch eine Abfolge von Entscheidungen, die aber jene für sich eben vertretbar wirken.

00:03:01: Was auch noch übrigens hinzukam war eine sogenannte Normalisierung der Abweichung.

00:03:06: und was ist damit gemeint?

00:03:07: nun?

00:03:09: Regeln und Sicherheitsvorschriften wohnen in der Vergangenheit immer wieder und wieder gebrochen allerdings ohne negative Folgen und durch die Wiederholung wurde dann eben der Regelbruch zum Standard und das Vertrauen in das eigene Handeln dann zur trügerischen Gewissheit.

00:03:30: Ein System, dass Objektiv immer gefährlicher wurde, nahmen die Protagonisten – in dem Fall eben die Techniker subjektiv als stets kontrollierbar wahr.

00:03:41: Und Katastrophen wie die von Chernobyl sind weniger technische als kognitive Katastrophe und damit ein Paradebeispiel für systematische menschliche Muster im Verhalten, die in komplexen Systemen zur Eskalation führen können und auch immer wieder führen.

00:04:03: Das hat durch die berechtigte Frage was das alles mit einem Wertpapier-Portfolio zu tun?

00:04:09: Die Antwort ist recht einfach!

00:04:11: Die Steuerung sowohl des Kernreaktors als auch des Wertpappier- Portfolios, wenn man so möchte, folgt denselben Mustern.

00:04:21: Denn auch an den Kapitarnärkten, da entstehen die großen Schäden selten durch eine einzelne falsche Entscheidung.

00:04:28: Ja kommt es wohl auch vor aber die Regel ist eben eine schrittweise Verschiebung von Risiken, die nicht erkannt werden.

00:04:38: Ein Anleger beispielsweise Verkaufskapionen weil die Prämien gerade so attraktiv sind ein Form Manager wird den Fremdkapital hebeln Weil die Schwankungen des Portfolios seit Jahr niedrig sind.

00:04:49: Ein Wertpapier-Portfolio, das wird immer konzentrierter weil bestimmte Positionen so gut funktionieren.

00:04:57: Die Absicherung wird reduziert, weil sie Rendite kostet.

00:05:01: also jede einzelne dieser Entscheidungen für sich ist eben auch plausibel.

00:05:07: und was im Herbst dazu kommt die letztlich ja sogar durch Backtest sogar professionell begründen.

00:05:14: Backtest eben den Blick in die Vergangenheit haben wir schon immer so gemacht oder hat bisher immer gut geklappt.

00:05:21: Und wie in Chernobyl entsteht dann Instabilität durch eine Serie logisch wirkender Anpassungen oder Reaktionen und die wiederum führen dazu, dass die Risiken nach und nach aus dem sichtbaren Bereich verschoben werden.

00:05:37: Hinzu kommt eben ein psychologischer Effekt den viele Anleger auch unterschätzen nämlich wenn riskantes Verhalten über längere Zeit gut funktioniert, wird es eben nicht mehr als risiko oder riskant wahrgenommen.

00:05:54: Der ausbleibende Schaden, der wird als eigene Kompetenz interpretiert.

00:05:59: Aus Spekulationen wird dann Erfahrung und aus Erfahrung wird Überzeugung.

00:06:03: Und da entsteht genau jene Fragilität die gegebenenfalls das System zum Einsturz bringt.

00:06:12: Wirksames Risikomanagement besteht eben nicht darin Verluste komplett zu vermeiden, geht ja sowieso nicht.

00:06:19: Aber entscheidend ist hier keine Strukturen aufzubauen die nur dann funktionieren wenn nichts um vorher gesehen ist passiert.

00:06:28: und Hier rückt dann eben nicht die Rendite in den Mittelpunkt Sondern die Robustheit Insbesondere auch der Robusthalt der renditen Quelle Das heißt ein möglichst planbares regelmäßiges Kapitaneinkommen.

00:06:44: das entsteht eben nicht durch möglichst offensive Strategien, sondern eben durch Systeme die auch bei Stress stabil bleiben.

00:06:53: Und wer sich daher für Risikomanagement interessiert und das sollten alle, die letztendlich Geld anlegen, die sollten eben nicht nur Bilanzen studieren oder sich Kennzeilen zu Gemüte führen, sondern auch das menschliche Verhalten in komplexen Systemen.

00:07:09: Und dazu gibt es ein ganz hervorragendes Buch.

00:07:13: Dem habe ich übrigens auch dieses Chernobyl-Beispiel entnommen.

00:07:16: Es ist populär wissenschaftlich geschrieben, nennt sich die Logik des Miss Liggens und darin hat der mittlerweile nicht mehr Lehrende also im Rettierte Professor für Psychologie Dietrich Dörner, der den Bamberg gelehrt da dann ganzes Bündel typischer Fehlmuster erarbeitet eben vom menschlichen Denkwund handeln in komplexen System.

00:07:46: und diese Muster die treten immer wieder dann auf wenn viele Variabel zusammenwirken, wenn es Rückkopplungen gibt, wenn Zeitverzögerung wirkt und Ziele miteinander konkurrieren.

00:08:00: Und bevor ich auf die zwölf wesentlichen typisierten Fehler eingehe, damit ich noch kurz Sponsor der Folge zu sprechen kommen, das ist na klar.

00:08:12: Cap Trader meine persönliche Empfehlungen für Einkommensinvestoren die eben ein kostenloses Depot haben wollen günstige Handelskonditionen und den Zugang zu allen bedeutenden Weltbörsen.

00:08:26: Denn durch die Anbindung an Interactive Brokers eines der weltweit größten Brokerhäuser da bietet Cap Traders die Möglichkeit mehr als eine Million der Papierrand über einhundertfünfzig Börsenplätzen zu handeln.

00:08:40: Und da gibt es selbst Nischentitel, wie beispielsweise in Preventures oder Business Development Companies und ähnliches.

00:08:50: Der wesentliche Pluspunkt sind die äußerst niedrigen Gebühren insbesondere an den ausländischen Börsens zum Beispiel auch hier in Australien Kanada und den USA, und fragen auch hier die korrekte Behandlung der Quellensteuer.

00:09:05: Gerade hier schlicht Wort Kanada.

00:09:07: Klein Order an der New York Stock Exchange kostet eben gerade einmal ein Cent Pro Wertpapier bzw.

00:09:13: mindestens zwei US-Dollar.

00:09:15: Und Kosten für Verbuchung von Dividenden

00:09:17: etc.,

00:09:18: oder Depotgebühren fallen nicht dann im Gegenteil.

00:09:21: Die konnten werden sogar verzinzt!

00:09:25: Damit können sich Anleger bei Cap Trader selbst mit relativ niedrigen Einlage hier ein diversifiziertes Portfolio aufbauen.

00:09:37: Und aufgrund des Preis-Leistungsverhältnisses, da bin ich selber seit vielen Jahren Captraderkunde und mit den zahlreichen Reportfunktionen lässt sich auch das leidige Thema Steuern schlank abhandeln.

00:09:52: direkt zur Konto- und Deportöffnung Inklusive eines Willkommensgeschenks von mir geht es über www.nurbarsistwares.de-captrader.

00:10:07: So und damit gehen wir direkt zu den zwölf potentiellen Fehlerquellen, die hier der Dietrich Dörner ausgearbeitet hat.

00:10:20: Die sind übers Buch verstreut.

00:10:21: ich habe sie mal zusammen Gefasst und an allererster Stelle, da finden wir die Vernachlistigung von Neben- und Folgewirkungen.

00:10:30: Was damit gemeint?

00:10:30: Wir fokussieren uns hier bei unserem Tun sehr oft auf die Hauptwirkung einer Handlung.

00:10:36: indirekte Effekte, die ignorieren wir.

00:10:39: Und die können aber in komplexen Systemen oftmals entscheidender sein als der Hauptwirkung selber.

00:10:45: Beispiel ein Anleger, der verkauft eben regelmäßig Optionen weil die Prämieneinnahmen so attraktiv sind.

00:10:51: Die Hauptwirkung, das sind die laufenden Einnahmen.

00:10:54: Die Nebenwirkungen sind aber ein stark asymmetrisches Risiko.

00:11:00: Hohe Verluste in Stressphasen als wenn es mal richtig krächt und steigende Kooperation bei Marktpanik.

00:11:07: Das Ganze sieht man natürlich nicht so lange eben die Märkte ruhig bleiben.

00:11:12: Und dass ist etwas was ich schon bei vielen Anlegern beispielsweise erlebt habe gerade so im derivate Optionsbereich.

00:11:21: Punkt zwei Missachtung von Zeitverzögerwirkungen, die treten nicht sofort ein.

00:11:26: Allerdings erwarten wir das oft und die Folgen sind dann eben Überreaktionen.

00:11:33: nach dem Motors passiert nichts.

00:11:34: Wir müssen mehr tun Und in diesem Fall übersteuern wir System oder korrigieren es falsch.

00:11:42: Beispiel auch hier eine Zentralbank Die erhöht die Zinsen und viele Anleger die erwarten ja dann so fort Eier die Inflation Wird sinken, das wird die Märkte wieder stabilisieren.

00:11:54: Aber tatsächlich ist es so dass Geldpolitische Maßnahmen oft mit erheblicher Zeitverzögerung eintreten und genau in dieser Zwischenzeit da können eben beispielsweise Liquiditätsprobleme auftauchen, Refinanzierungsstress oder sogar eine Rezesierung.

00:12:13: Punkt drei Wir unterschätzen Rückkopplungen.

00:12:16: ein Kennzeichen komplexer System sind ja Rückkopplungen ds heißt Diese Systeme reagieren auf sich selbst.

00:12:24: Fachberief auch hier.

00:12:25: Feedback Loops, das heißt kleine Eingriffe können sich über die Zeit massiv verstärken und wir sind aber für solches Denken Rückkopplung nicht so ausgelegt.

00:12:39: Wir denken und handeln die ja linear und genau diese Feedback-Loops aber die erzeugen klassisch Nichtliniarität.

00:12:48: Auch hier ein Beispiel Ein Investor, der arbeitet halt mit Fremdkapital.

00:12:54: Fallen hier die Kurse dann steigen die Margin.

00:12:56: Anforderungen, Position müssen verkauft werden und die Verkäufe drücken die Kurze weiter.

00:13:02: das ist eben ein klassischer Fall von Rückkopplung

00:13:06: d.h.,

00:13:06: die Marktbewegung verstärkt sich selbst und das kann wenn es im Millionenfach passiert wie zuletzt beispielsweise in der Weltfinanzkrise mit den fallen Immobilienpreisen dann eine ganze Volkswirtschaft oder ein ganzes Geldsystem an den Rand des Zusammenbruchs führen.

00:13:26: Viertens, einseitige Zielverfolgung.

00:13:29: durch unseren Fokus auf ein einzelnes Ziel beispielsweise Leistungssteigern werden andere Ziele verdrängt zum Beispiel Stabilität und Sicherheit Und im Ergebnis werden die Zielkonflikte gegebenenfalls so lange ignoriert bis eben das System eskaliert.

00:13:48: Beispiel, ein Anleger der fokussiert sich ausschließlich auf maximale Ausschüttungen.

00:13:55: Dadurch tendiert er dazu die Bilanzqualität beispielsweise von Unternehmen zu ignorieren.

00:14:01: Ebenso unterschätzt er Konzentrationsrisiken und vernachlässigt die Kontinuität der Cash-Lows Und diese Einkommensmaximierung zerstört damit langfristig die Stabilität des Sportfonds.

00:14:18: Fünftens, Reduktion von Komplexität bzw.

00:14:22: vereinfachte mentale Modelle.

00:14:26: Wir alle entwerfen zwangsläufig was gar nicht anders geht vereinfachte Bilder der Realität beispielsweise eine Landkarte.

00:14:37: Diese sind aber oftmals unvollständig oder fehlerhaft.

00:14:41: und Entscheidungen dieses Modells oder Entscheidungen innerhalb dieses Models die können zwar nach dem Modell logisch sein, aber real dennoch falsch.

00:14:52: Ein Beispiel.

00:14:54: Technologieaktien steigen immer als Dogma der nineteenhundert neunziger Jahre in der Phase des neuen Markts.

00:15:06: Dieses Modell funktioniert ja auch über Jahre hervorragend und die Anleger verdienten sehr viel Geld damit.

00:15:15: Jede neue Emission schoss schon automatisch durch die Decke und das ging so lange, bis die Bewertung extrem hoch wurden.

00:15:24: Die Zinsen dann doch mal stiegen bzw.

00:15:27: Liquidität sank und dann eben das ganze Kartenhaus in sich zusammenbrach.

00:15:32: Und das Problem ist hier eben dass das Modell zwar die Vergangenheit berücksichtigt aber nicht die Bedingungen dahinter.

00:15:41: Sechstens Tendenz zum Aktionismus Wenn Unsicherheit in einer bestimmten Situation entsteht, dann resultiert in uns daraus fast schon automatisch ein Handlungsdruck.

00:15:56: Im Zweifel lieber etwas tun als abwarten.

00:16:00: Obwohl etwas tun nicht zwangsläufig die überlegende Strategie ist.

00:16:05: Hinzu kommt da noch viel hilft viel und schon sind wir eben mittendrin im Aktionismus.

00:16:12: Genau das kann aber zum Problem werden, dann werden eben mehr Eingriffe-Systeme destabilisieren.

00:16:20: Beispiel nach einem Marktrückgang da verkauft ein Anleger hektisch seine Position.

00:16:26: Kurz darauf erholt sich der Markt und er steigt wieder teuer ein.

00:16:29: In dem Fall hat ihm nicht die Markschwankung seiner Rendite zerstört sondern sein Aktionismus.

00:16:35: Und an der Börse sage ich auch immer wieder gilt ja dass Geld verdient man nicht mit dem Kopf sondern eben häufig mit dem Hintern Siebens fehlendes Lernen aus Erfahrung.

00:16:49: Es ist gut gegangen, das wird eben als Erfolg interpretiert nicht als Zufall.

00:16:53: oder Glück ist ja auch ein bekanntes Phänomen und das führt zu falschen Schlussfolgerungen und einem wachsenden Risiko.

00:17:02: gilt aber auch umgekehrt.

00:17:03: dieses mal alles anders.

00:17:05: wir lernen also nichts zwangsläufig mit der Hand auf der heißen Herdplatte.

00:17:11: dass es eine schlechte Idee ist Herdplatten zu greifen.

00:17:15: Könnt ja diesmal auch anders sein, übertragen auf die Börse.

00:17:17: Auch hier ein Beispiel.

00:17:19: Ein Anleger der nutzt jahrelang einen hohen Hebel bei seinen Investments da kein Crash eintritt.

00:17:26: Da entsteht die Überzeugung Risiko habe ich im Griff passiert nix tatsächlich oder das Risiko bisher täglich nicht sichtbar und dann kommt eben ein Februar oder März zwei tausend zwanzig auch dass mehrfach persönlich erlebt Also jetzt nicht bei mir, aber bei anderen Leuten.

00:17:46: Achtens, Hypothesen werden nicht systematisch geprüft.

00:17:51: Annahmen werden selten getestet – das geht übrigens noch sogar im Börsenbereich.

00:17:55: Häufig gibt es ja eben diese sogenannten Backtests mittlerweile auch mit gigantischen Datenvoluminer.

00:18:01: Aber, Hypothesen werden noch seltener hinterfragt und wir handeln ebenso als ob alle Hypothesien korrekt wären.

00:18:10: So mangelt es uns dann eben an kontrollierbaren Experimenten, an Feedback lernen und das wird sich dann ebenfalls gegebenfalls fatal aus.

00:18:23: Auch hier ein Beispiel wenn ein Portfolio vollständig auf der Annahme bzw.

00:18:29: Hypothese dauerhaft niedriger Zinsen zusammengestellt wird müssen ja nicht Wettpapiere sein.

00:18:35: sehr gutes Beispiel dafür sind Immobilien in den Jahr.

00:18:39: dann wird eben die entscheidende Frage nicht gestellt, weil sich eben der Hypothese zu widerläuft.

00:18:45: Was passiert bei höheren Inflationsraten und bei steigenden Zinsen?

00:18:52: Das heißt also das Portfolio wirkt ja nicht nur robust es ist robust allerdings nur so lange meine Hypothese zutrifft.

00:18:59: Und da kann ich natürlich auch backtesten bis der Arzt kommt.

00:19:02: wenn's in der Fange halt eben nur niedrige Zinsend gab Dann wirkt der Backtest immer hervorragend laufen aber in der Zukunft, wenn die Zinsen sich ändern eben nicht mehr.

00:19:13: Neuntens unsreichende Zielklerok.

00:19:16: das heißt sehr oft sind unsere Ziele ja wage oder widersprüchlich sogar und auch über die Zeit nicht konstant und dadurch treffen wir inkonsistente Entscheidungen und führen kurzfristige Korrekturen ohne klare Linie durch.

00:19:36: Das ist ein Punkt dürfte wahrscheinlich jeder Mal erlebt haben, auch hier ein Beispiel.

00:19:43: Ein Anleger der möchte eben gleichzeitig oder eben je nach Marktphase beziehungsweise Nachrichtenlage einerseits eine maximale Rendite dann aber hohe Liquidität geringe Schwankungen Portfolio, hohe Ausschüttungen aber auch maximale Sicherheit und im Ergebnis gibt es dann ja ein ziemliches Hin- und Her Macht heute zwar nicht mehr ganz so die Tasche leer, aber ich habe dann ein Portfolio ohne Struktur.

00:20:08: Ohne Vorgabe, ohne klare Ziele.

00:20:13: Zehntens Übersteuerung komplexer Systeme und Eingriffe, die erfolgen sehr häufig zu stark oder ebenso oft Und die Ursache dafür ist zum einen diese zeitliche Verzögerung hatten wir ja auch als Effekt Aber zum anderen das fehlende Verständnis für die Systemdynamik und ungeduld gegenüber Verzögerung.

00:20:39: Das hatten wir ja schon gehabt, auch hier ein Beispiel.

00:20:42: Ein Anleger der optimiert eben sein Depot permanent auf der Basis vom Backtest.

00:20:47: Das führt zu sehr häufigen Umschichtungen, kurzfristig Timing, laufende taktische Anpassungen und kurzfristige Absicherung.

00:20:56: Und die Komplexität des Portfolios, je steigt dann in der Regel.

00:21:00: die Robustheit singt meistens und die Rendite dann sowieso.

00:21:06: Elftens, isoliertes statt vernetztes Denken.

00:21:10: Das heißt wir betrachten Probleme sehr häufig einzeln und eben isoliert und übersehen dabei das große Ganze Die Übergeordnete Zusammenhänge.

00:21:19: Und im komplexen System ist das aber alles miteinander verbunden.

00:21:24: Beispiel ein Portfolio das enthält Immobilienaktionen Hochzeitsanlagen und Private Equity.

00:21:32: Das wirkt auf den ersten Blick relativ diversifiziert.

00:21:36: Aber tatsächlich in dem Fall hängen alle Positionen stark von billiger Liquidität ab, von stabilen Kreditmärkten und vor niedriger Volatilität ab.

00:21:49: Fällt der Parameter oder gibt dieser Parameter durch die Verbindung?

00:21:54: Dann wird das Portfolio deutlich leiden!

00:21:59: Ja, zwölfens und letztens kognitive Überforderung Komplexität, das ist einfach so.

00:22:05: die übersteigt unsere Verarbeitungskapazität und die Reaktion darauf die basiert auch hier notwendigerweise auf Vereinfachungen dem Fokus auf Teilaspekte oder den Ignorieren von Unsicherheit.

00:22:21: Das ist also einfach Bestandteil unseres Denkens und damit auch Handels.

00:22:27: Auch hier ein letztes Beispiel Anleger der verfolgt beispielsweise Makrodaten, Zentralbankmaßnahmen.

00:22:34: Die Geopolitik natürlich, Quartalzahlen, Terminmärkte und Sentimentindikatoren.

00:22:40: Und irgendwann entsteht aus dem Konvolut kein besseres Verständnis für die Kapitalmärkte mehr sondern das was in der Statistik dann weißes Rauschen genannt wird oder Entscheidungsrauschen.

00:22:53: Das heißt also Ich sehe im wahrsten Sinne des Wortes dann den Wald vor lauter Bäume nicht.

00:22:59: Und die Folge daraus sind auch über Reaktionen der Verlust von Fokus und widersprüchliche Entscheidungen.

00:23:07: Ja, was also lautet hier?

00:23:08: Die zentrale Botschaft von dem Dietrich Dörner.

00:23:14: Die lautet Menschen, die scheitern in komplexen Systemen nicht weil sie irrational sind sondern weil sie eben mit ungeeigneten Denk, Mustern und Handlungsstrategie rational handeln.

00:23:29: Die Komplexität erfordert unsere Intuition und wir kompensieren das eben mit Vereinfachung.

00:23:37: Und die kann selbst zum Problem werden.

00:23:39: Wir denken linear kurzfristig und isoliert.

00:23:43: Die Realität jedoch ist vernetzt verzögert und rückgekoppelt.

00:23:48: Diese Diskrepanz erzeugt systematisch Fehler sei es im Kontrollzentrum eines Kernkraftwerks oder eben beim Anleger, der vorm Bildschirm sitzt.

00:24:03: Soweit zum Hauptthema dieser Folge kommen jetzt zum Hochdividendenwert des Monats und er wird vorgestellt vom FU von Rons Manfli Inkan.

00:24:17: Der Form wurde von der unabhängigen Vermögensverwaltung Heemann aufgelegt Schüttelte als einer von ganz wenigen handelbaren Sammelanlagen hierzulande monatlich aus und ist damit perfekt an die Bedürfnisse von Einkommensinvestoren angepasst.

00:24:35: Wo ist dieser Fonds investiert?

00:24:39: Hier insbesondere in der Anlageklasse, der hochverzinsten.

00:24:42: Unternehmensanleihen europäischer Emittenten werden recht markbreit abgebildet.

00:24:49: ausgeklannert bleiben allerdings Papiere von Banken.

00:24:54: Handelbar ist der im Jahr zwei tausend neunzehn emittierte und sparplanfähige F-Ufons von Flinkern bei der Hehmannvermögensverwaltung direkt, an den etablierten deutschen Börsenplätzen unter der Wertpapierkennung HAFXIXM und alle Angaben findet ihr natürlich auch in die Notizen zur Podcastfolge obligatorischen Haftungsausschluss unter disclaimer.einkommensinvestoren.de.

00:25:30: Ja und damit schauen wir uns einen alten Bekannten an, nämlich aufgrund der aktuellen Lage eine Business Development Company.

00:25:44: Business Development company das nur zur Erinnerung.

00:25:47: Das sind ja gesetzlich reglementierte Formen von Börsen notierten Beteiligungs- und Sanierungs-Skill-Sellschaften in den USA, also hier insbesondere Private Equity.

00:26:00: Aber auch Private Debt und Private halt deswegen weil die Eigenkapital und Fremdkapital an nicht Börse notierte, also mittelständische Unternehmen geben.

00:26:14: und diese speziellen Business Development Companies gibt es ebenso nur in den US.

00:26:21: Die müssen filmieren im Mantel eines Fonds, also eines Closed Endfonds für den aber nochmal besondere Rahmenbedingungen gelten.

00:26:31: Also unter anderem sind die gezwungen zu diversifizieren, müssen für jeden Dollar Schulden mindestens anderthalb Dollar an Vermögenswerten vorhalten und noch ein paar Sicherheitsparameter mehr.

00:26:43: Die Beteiligungen müssen einmal im Quartal bewertet werden.

00:26:48: Und am ehesten lässt sich so eine BDC vergleichen mit einer Mischung aus Unternehmensberatung und Firmen Kreditinstitut.

00:26:58: Allerdings benötigen die BDCs eben keine Banklizenz, weil sie eben selber keine Einlagen entgegen nehmen und daraus Geld kritischöpfen.

00:27:09: Es gibt vierzig Stück.

00:27:10: Die Börse notiert sind.

00:27:11: Damien gibt es aber auch viele, die nicht börsenotiert sind und genau diese waren ja zuletzt sogar in der deutschen Presse sehr präsent.

00:27:20: allerdings negativ.

00:27:21: Zum Hintergrund, die Investmentgesellschaft Blue Hole Capital hatte die Rücknahme von Anteilen verreigert.

00:27:28: In dem Fall einer von ihr gemanagten allerdings nicht börsenotierten BDC und das eben auch zeitweise und gemäß den Statuten.

00:27:40: Allerdings wirkte diese Meldung dann auf viele Anleger wie ein Rekt-Weckruf denn im Gegensatz zu den börsentierten BDCs Da hatten ja die Kurse allesamt über die letzten Monate schon deutlich nachgegeben, also wirklich quer bei den ganzen Sektor.

00:27:57: Da erschienen sie nicht an der Börse notierten Vehikel für Private Credit und Private Equity eben weiterhin stabil aber das war eben reine Optik.

00:28:08: Das sind wir im Prinzip auch so bei dem Hauptthema der heutigen Podcast-Folge.

00:28:13: Also Sie haben sich einfach die Risiken... verschoben und eben im unsichtbaren Bereich verschoben, bis sie sich dann eben materialisiert haben.

00:28:25: Gibt halt eine einfache Regel an den Kapitalmärkten was nicht täglich bewertet wird.

00:28:29: das wirkt stabiler als es tatsächlich ist.

00:28:32: keine Börsenkurse, keine täglichen Schwankungen, keine mediale Aufmerksamkeit oder zumindest sehr wenig und gilt ja nicht nur bei Wertpapieren so in Guilien sind auch ein Beispiel dafür.

00:28:46: Ja, BDCs die Börse notiert sind wiederum.

00:28:49: Die reagieren aber sofort auf veränderte Rahmenbedingungen.

00:28:53: höhere Finanzierungskosten mehr Druck auf den Kreditnehmer Verschiebung in der Kreditqualität das erfolgt ja alles in Echtzeit.

00:29:01: die Bewertung und In dem Kontext liefern die börsenotierten bdc ist sogar ein entscheidend Vorteil indem nämlich Entwicklungen sichtbar werden die in anderen Strukturen Noch verborgen sind.

00:29:16: und ein weiterer Punkt, den wir auch noch beachten muss im Zusammenhang BDCs.

00:29:21: Genauso wie Private Credit oder Private Equity das ist ja keine homogene Markt.

00:29:26: also zwischen dem Senior Loan einer Unitronch Struktur und Start-up Finanzierung beispielsweise der Linie können Welten liegen sowohl was Rendite als auch Risiko angeht und die Durchschnittsrendite Die verschleiert den Umstand ein Stück weit.

00:29:45: Es gibt allerdings dann auch eben BDCs, die sich in der jüngsten Sektorbase deutlich stabiler gehalten haben als andere.

00:29:55: Und eine, die vergleichsweise wenig nachgegeben hat das ist Hercules Capital.

00:30:01: Hercules capital hatte ich schon mal an der Frühungsfolge vorgestellt aber das war jetzt mal der Anlass die wieder hervorzuholen.

00:30:08: zum einen bin ich selber investiert in den Wert und zum anderen einfach mal aufzuzeigen, wie heterogen der Sektor ist und warum sich Hercules Capital besser geschlagen hat als viele andere BDCs.

00:30:21: Denn Hercules capital ist tatsächlich gar keine klassische bdc in Anführungsstrichen klassischer denn mit einer Markabilisierung von etwa drei Milliarden us-Dollar.

00:30:32: derzeit zählt Hercules zu den bekanntesten spezialisierten BDCs, und zwar spezialisiert hier im Bereich Venture-Lending.

00:30:45: Das betreiben die seit Jahr zwei Tausend drei, aber eben anders als viele Branchenvertreter, die breit diversifiziert sind.

00:30:53: da konzentriert sich das Unternehmen vor allem auf Wachstumsstarke von Venture Capital und institutionellen Investoren unterstützte Firmen aus dem Bereich Technologie und Life Science.

00:31:06: Das heißt das Portfolio umfasst vor allem Beteiligung und Finanzierung in zahlreichen Innovationsgetriebenen Branchen, Software Halbleiter Medizintechnik, Biotechnologie und bildet damit einen durchaus repräsentativen Querschnitt des US-amerikanischen Innovationssektors ab.

00:31:31: Und investiert wird hier überwiegend in erstrangig besicherte Kredite.

00:31:37: Und damit fährt Hercules Capital ein vergleichsweise defensiven Ansatz innerhalb der Venture Capital Branche.

00:31:45: Der Fokus, der liegt auf sogenannte strukturierten Fremdfinanzierung und ergänzt eben um selektive Eigenkapitalbeteiligung und Optionsrechte.

00:31:56: Das heißt also häufig kombinieren die eben so eine Fremdsfinanzierungen mit Optionen auf den Kauf von Anteilen zum späteren Zeitpunkt zu besonders günstigen Konditionen.

00:32:11: Und durch die breite Streuung innerhalb dieser innovativen Branche und den konservativen Ansatz, da wird eben das Risiko deutlich reduziert.

00:32:24: Seit dem Beausengang konnte das Unternehmen auch trotz zahlreicher Markverwerfungen kontinuierlich attraktive Cash-Lower erwirtschaften zählt auch innerhalb des Sektors zu den nicht nur etablierten, sondern auch sehr stabilen Dividendenzahlern.

00:32:39: Viermal ein Jahr wird ausgeschüttet.

00:32:42: Hinzu kommt eben eine erfolgsabhängige Sonderdividende.

00:32:46: Zuletzt gab es in Sonne siebenvierzig Cent im Quartal macht einer Dividend Rendite aufs Jahr gerechnet von elf Prozent und das Ganze eben auch sehr kontinuierlich.

00:32:59: Seit zwei Tausendzehn wurden die Ausschüttung fast jedes Jahr erhöht.

00:33:03: Während der Nullzinsphase, in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, da gab es nur eine Ausnahme.

00:33:07: Da blieben sie eben nur konstant und allein in den vergangenen fünf Jahren betrug das Dividendenwachstum knapp zehn Prozent pro Jahr.

00:33:19: Also muss man natürlich auch wissen, BDCs müssen den Großteil ihres Cashflows nach Investitionen an die Anleger ausschütten.

00:33:30: Dafür bezahlen ja übrigens aber auch auf Unternehmensebene keine Steuern und daher kommen auch diese hohen Ausschüttungsrenditen zustande.

00:33:41: Wie viele größere BDCs verfügt ihr auch Hercules Capital über Zugang zum institutionellen Kapitalmarkt, und die weisen auch eine recht solide Bilanzstruktur auf wie gesagt auch die regulatorischen Vorgaben.

00:33:57: Damit ist eben auch das Unternehmen sehr konservativ aufgestellt.

00:34:01: Zum Jahreswechsel, also in dem Bericht, da hielten sich Alk und Fremdkapital in etwa die Waage mit jeweils zwei Komma drei Milliarden Dollar der Umsatz hat in den letzten zwölf Monaten fast zweistellig auf fünfhundertzehn dreißig Millionen USD zugelegt in der Kasse hängen.

00:34:29: Die Aktie selbst die bewegte sich in den vergangenen zwölf Monaten einer Kursspanne zwischen Dreizehn, Neunund Achtzig und Neunzehn Fünfdreißig also hat schon ein bisschen gepoltert und gerumst über das letzte Jahrzehnt.

00:34:42: da betrug das Kurs plus fünfzig Prozent Ticken mehr sogar.

00:34:46: und dass eben zusätzlich zu der ohnehin üppigen Dividenden Rendite.

00:34:53: wer den Titel ordern will kann das über New York Stock Exchange tun.

00:34:57: Das Kürzelautet HTGC und an den deutschen Börsen ist Herr Großkeptel auch notiert über die Wertpapierkennummer A-null ERTZ.

00:35:09: Und bei mir bekommt der Titel aufgrund eben der Ausrichtung, aufgrund des konservativen Managements acht von zehn goldene Eier liegenden Gänsten!

00:35:22: Soweit die heutige Deep-Dive Folge.

00:35:25: und wie üblich schließe ich mit der obligatorischen Belehrung im Britt.

00:35:28: Also immer darauf achten, während Papiere sind mit Verlustrisiken behaftet.

00:35:35: Ferner übernehme hier keine Haftungen für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung der angebotenen Informationen resultieren.

00:35:42: Die Aktualität und Vollständigkeit dafür kann ich auch keine Gewehr übernehmen kommt ja auch darauf an wann ihr dieses Video seht podcast hört.

00:35:52: Zudem sind meine Aussagen keine Handlungsempfehlungen, sondern meine persönliche Meinungsäußerung.

00:35:59: Und wie im Fall von Hercules Capital bin ich ja selber in Wertpapiere engagiert und es kann also sein dass sich hier Titel anspreche die ich selbst bestand habe oder zu handeln beabsichtige.

00:36:11: das heißt Interessenkonflikte können nicht ausgeschlossen werden.

00:36:15: So wenn ihr jetzt noch Fragen, Sorgen, Nöte oder Verbessungsvorschläge habt Dann freue ich mich über eure Rückmeldung, gerne über die Kommentarfunktion unter ein Podcast und dann Video oder als Mail an Kontakt et Einkommensinvestoren.de.

00:36:33: Wer keine Folge mehr verpassen möchte kann den Einkommensempunkt podcast direkt abonnieren.

00:36:39: das war es für heute.

00:36:40: auf bald eine ertragreiche Zeit euer Luis.

Über diesen Podcast

Der Podcast für Dividenden-Sofortrentner und solche, die es werden wollen mit Anton Gneupel vom YouTube-Kanal "D wie Dividende" und Luis Pazos vom Finanzblog "Nur Bares ist Wahres!".

Impressum:
https://nurbaresistwahres.de/impressum

Datenschutz:
https://nurbaresistwahres.de/datenschutz

von und mit Anton Gneupel und Luis Pazos

Abonnieren

Follow us